Absperrklappen

Mit Absperrklappen lassen sich bestimmte Medien in einer Rohrleitung regeln bzw. steuern. Bei dieser Art von Industriearmaturen wird der Fluidstrom mittels einer drehbaren Scheibe (Disk) verändert. Kleinere Nennweiten werden per Handhebel betätigt. Größere Nennweiten per Getriebe und Handrad. Des Weiteren können wir die Klappen auch mittels Elektroantrieb, Pneumatik Antrieb oder per Hydraulischem Antrieb anbieten.

Industrie – Absperrklappen vom Fachmann

Ein besonderer Vorteil dieser Armaturenart besteht darin, dass das Medium in der Rohrleitung drosselbar ist. Durch die besondere Art der Bauweise, spart die Klappe zudem enorm Platz ein. Die hier ausgeführte Zwischenflanschausführung lässt sich daher leicht in einer Rohrleitung einklemmen. Absperrklappen sind je nach Gehäusesitz in NBR (Nitril-Butadien-Kautschuk), EPDM (Ethylen-Propylen-Dien-Kautschuk) oder FPM (Fluor-Polymer-Kautschuk) bis zu einer Temperatur von 200°C geeignet.

Natürlich bieten wir auch Absperrklappen für den Hoch Temperatur Bereich in metallisch dichtender Ausführung an.

Vielseitige Einsatzmöglichkeiten

Auf Grund der kurzen Bauweise, weisen Absperrklappen ein geringeres Gewicht auf als ein vergleichbarer Absperrschieber. Absperrklappen bieten vielerlei Vorzüge. Das strömungsgünstige Design und die einfache Installation in eine Rohrleitung, machen die Absperrklappe quasi zum vielseitigen Alleskönner.

Zentrische oder exzentrische Ausführung

Konstitutiv unterscheidet man Absperrklappen zwischen exzentrisch und zentrisch. Zentrisch bedeutet, wenn sich die Klappenscheibe quer zur Durchflussrichtung des Mediums 90 Grad um die eigene Achse dreht. Der Angelpunkt sitzt in der Mitte des Klappensitzes, und damit im Zentrum der Rohrleitung. Zentrische Bauweisen sind generell mit weichdichtender Auskleidung erhältlich, und für höhere Temperaturen ungeeignet. Doppelt exzentrische Absperrklappen sind hingegen auch für besonders hohe Temperaturen geeignet, da der Sitzring metallisch ist. Dies stellt einen klaren Vorteil gegenüber der zentrischen Absperrklappe dar. Ein weiterer Vorteil ist die Verwendbarkeit auch bei hohem Druck in der Rohrleitung, da zentrische Klappen in der Regel nur bis 16 Bar geeignet sind.

Bauweisen auf einen Blick

Zentrische Zwischenflanscharmatur auch Wafer genannt. Diese Bauform eignet sich ausschließlich zum Einklemmen in eine Leitung. Diese Art von Klappe eignet sich für gasförmige als auch flüssige Medien. Kann zum Regeln als auch zum schließen oder öffnen der Rohrleitung eingesetzt werden.

Anflansch Absperrklappe auch Lug genannt. Das Gehäuse dieser Bauform hat integrierte Gewindebohrungen. Hierdurch wird ein einfaches An- und Abschrauben der Klappe an eine Rohrleitung ermöglicht.

Alle Gehäuseformen können mit Flanschanschlüssen nach DIN oder ANSI Norm gefertigt werden. Druckverluste sind bei Absperrklappen bedeutend geringer als bei anderen Industriearmaturen wie beispielsweise Absperrventilen. Bei Ventilen ist durch eine Art Umlenkung des Fluidstromes ein höherer Druckverlust gegeben. Somit arbeiten Absperrklappen wesentlich effizienter als Ventile.

Dichtelement der Absperrklappe

Das Dichtelement, auch genannt Sitz ist eines der wichtigsten Elemente an einer Klappe. Dichtelemente sorgen für Dichtigkeit in der Rohrleitung. Es gibt auch hier unterschiedliche Materialien für mannigfaltige Kundenanforderungen.

NBR (Nitrile Butadiene Rubber). Das Kautschuk Material hat eine hohe Beständigkeit gegen Mineralöle, Fette, Wasser, Öle oder Kohlenwasserstoffe.

EPDM (Ethylen-Propylen-Dien). Dieses Kautschuk Material weist gute Beständigkeit gegen Wärme, Heißwasser oder Chemikalien auf.

VITON. Dieses Elastomer weist eine hohe thermische und chemische Beständigkeit auf, und ist daher geeignet für Öle, Chemikalien oder andere Medien mit höheren Temperaturen.

Metallisch Dichtende Absperrklappe in Stahlausführung